12tel Blick im August

Der August. Sommer und so. Oder so. Vielleicht auch nicht so ganz. Irgendwo war auf jeden Fall Sommer. In Italien zum Beispiel. Kann ja nicht überall Sommer sein. Oder sonnig und heiß. Dafür wächst hier alles grün. Wir müssen nicht gießen, der Urwald sprießt von alleine. Die Schafe haben genug zu fressen. Man muß einfach nur immer auf der Hut und hin und wieder sehr schnell sein, wenn man mal gemütlich spazieren gehen und Fotos schießen will. Denn plötzlich öffnen sich wieder alle Schleusen und es pladdert auf Mann und Maus und uns leider auch. Ungünstig ist das jedenfalls, wenn frau erst Ende August los läuft, um noch schnell die 12tel-Bilder zu schließen. Nachdem selbige ja schon den Juli vor lauter Hektik und Ferienanfang verschusselt hat. Also schnell los!

Beeindruckend ist es aber schon, das fantastische Wolkenspiel, das sich hier sehr oft bietet. Die Wolkenfabrik gibt alles.

Aber es schillert auch Bunt durchs Grau. Nicht nur leuchtend Rot und Orange..

oder strahlendes Blau, …

… sondern auch richtiges (wenn auch schwaches) Bunt.

Alles eine Frage der Blickrichtung.

Der Blick nach hinten mutet regelrecht apokalyptisch an:

Also schnell wieder umdrehen und Pling…

… noch ein (wenn auch schwacher) Regenbogen. Belohnung für viel Grau.

Doch nicht nur die Wolkenfabrik macht Wolken, auch der ein oder andere Schlot in der Umgebung kann richtig gut Wolkenmeer.

Aber noch spiegelt sich in der Ruhe vor dem nächsten Sturm das Oben wunderbar im Unten.

Es bleibt also noch Zeit für den zweiten 12tel-Blick.

Olala! Independence Day.

Lieber schnell nach Hause und unter die Decke gekuschelt.

Auf bald!

Pssst: Mehr August wie immer hier.

Suppenzeit

Bevor der Sommer endgültig die Segel streicht, nachdem er ja eigentlich die ganze Zeit vor allem nur bläst und tröpfelt, haben wir endlich mal wieder und ganz schnell noch mit Blick schon auf graue Wolken, Gemüse geschnippelt, in den Topf geschmissen, geköchelt, geräuchert und am Ende mit großem „Aaaaah“ genossen. Vorzüglich!

Vom Essen gibbet’s kein Bild, wer will schon beim Essen fotografiert werden… Außerdem war die Suppe so schnell weg, weil sie so lecker war, dass ich lieber schnell zum Löffel griff als zur Kamera.

Zum Nachtisch gab’s für alle, die es mögen, gegrillte Marshmallows. Bitte sehr.

Und nun regnet’s.

Angekündigt sieben Tage lang.

Na danke, Sommer!

Ansonsten ist es noch sehr ruhig auf dem Hof, die meisten sind noch irgendwo unterwegs. Eine Woche Ferien haben wir ja noch, bevor der ganze Alltag wieder lostüddelt.

Dann mal guten Appetit allerseits!

12tel Blick im Juni

Der See ist wieder frei! Jippijuchhei! Seit dem 12. Juni darf wieder gebadet werden.

Leider spielt das Wetter in diesem Sommer bisher sein eigenes Spiel. Heiße Tage werden immer wieder über Tage unterbrochen von kalten, grauen, regnerischen.

Wir müssen also schnell sein und badebereit, sobald die Sonne hinter den Wolken hervorblinzelt.

Oben Ende Juni, unten Mitte Juni… sehr heiß und der See frisch wieder offen.

Der Strand ist an vielen Tagen wieder brechend voll. Vormittags kann man schon noch ein Schattenplätzchen ergattern, nachmittags ist der Strand vergleichbar mit den schlimmsten Urlaubshochburgen.

Und endlich gibt es auch wieder Umsatz an der Fischbude.

Mal sehen, wie der Juli wird.

Laßt es euch schmecken und haltet Ausschau nach mehr Juni wie immer bei Eva.

12tel Blick im Mai 2021

Juni schon. Halbes Jahr fast rum, hallelujah!

Und nass ist es. Nach dem ganzen Schnee nun also jede Menge Regen.

Der erste 12tel Blick von Anfang Mai war dann auch ziemlich feucht.

Nicht nur wir brachen auf zum Sonntagsspaziergang. Auf den Wegen waren jede Menge Regenwürmer unterwegs, herausgepült aus ihren Wohnungen.

Manch einer verlor leicht die Orientierung in diesem Verkehr.

Und manch anderen ergriff vollkommene Verwirrung angesichts seltsam anmutender wuschliger Wurmwesen.

Auch ihre nassliebenden Wesensgenossen ließen sich vermehrt blicken.

klein…
und groß 🙂

Der zweite 12tel Blick von nun wiederum Ende Mai hielt ganz anderes Wetter parat. Sonne satt, Hitze geradezu. Ein Wechselbad der Temperaturen.

Leider ist der See nach wie vor gesperrt und zwar mittlerweile auf unbestimmte Zeit, obwohl das Wetter zwischenzeitlich nach Abkühlung schreit. Die Leipziger stören die Verbote wenig, der Strand ist zwischenzeitlich nicht zu unterscheiden von dem der Vorjahre. Die Markkleeberger fragen sich nun also, warum sie sich eigentlich an die Verbote halten, ei ei ei.

Am Vormittag unter der Woche ist es zumindest noch so leer, dass der See ganz ruhig da liegt, wie hier auf dem ersten 12telBlick (Teil 2) Ende des Monats, …

und die Tiere entspannt in der Sonne brezeln können.

Mal sehen, was der Juni bringt. Die Kinder scharren mit den Badelatschen und warten gespannt auf die Freigabe der Wasserfläche.

Mehr Mai gibt es bei Eva.

Auf bald!
Eure Pleißen

Die Friseure haben wieder geöffnet!

Nagut, das ist nicht neu. Die Frisuren auch nicht mehr so ganz, aber eher haben sie es nicht auf den Blog geschafft.

Die Schafe waren mal wieder dran. Nachdem es dann doch irgendwann aufgehört hat zu schneien, kam der Schafscherer aus Leidenschaft vorbeigedüst und legte unsere fünf Schafe aufs Kreuz, unters Messer und den Rasierer und schwupps waren sie nur noch halb so groß.

Freiluftfriseur als Publikumsmagnet
Maniküre oder Pediküre?
Alles doof!
Schaumparty

Von Lotte ließ sich gewissermaßen ein ganzer Teppich abziehen.

Feinarbeit Achselrasur

Die Begeisterung der Schafe nach getaner Arbeit hält sich jedes Jahr aufs Neue doch erstmal in Grenzen. Verwunderung trifft es wohl eher.

Wo ist es hin?

Wie gut, dass das Gras gerade in den Himmel wächst, da kann Schaf sich doch erstmal ganz fein verstecken.

Und was tun mit der Wolle?

Hier ein paar Vorschläge:

Welches ist wohl das echte Haar?
Mustache!

Hat noch jemand Frisurenbedarf? Wolle gibt es genug, kommt einfach vorbei!

Bis bald, Eure Pleißen

12tel Blick im April 2021

Und hier kommt schon gleich der nächste 12tel Blick. Ein durch und durch aprilliger April liegt hinter uns. Von allem ein Wetterchen, im Sekundentakt sozusagen, aber vor allem auch viel Grau, Grau, Grau… Brrr… Na vielleicht können wir ja im Juni endlich mal die Wollmützen zuhause lassen.

Jetzt sieht es endgültig so aus, als würde die Wolkenfabrik die ganzen Wolken fabrizieren. 🙂

Die Fotos an den zwei Standorten sind von unterschiedlichen Tagen, das obige von Mitte April, die folgenden vom letzten Apriltag, als mir auffiel, dass mal wieder der zweite Standort fehlt. Der liegt einfach nicht auf unserer üblichen Runde, sondern erfordert einen Schlenker, der in der Kürze der Zeit, die uns vormittags bleibt, immer viiiiel zu weit erscheint. So landen wir am Ende meist auf dem Spielplatz, der neben obigem Standort liegt (und leider nicht besonders schön ist, schade drum. Wer denkt sich bloß solche Spielplätze aus…)

Aber hej: Freitag, 30. April, auf zu Standort No. Zwei! Auf zum Strand! Zwei Rasselbandenkinder eingepackt samt Picknick und Gepäck, schon völlig verschwitzt und gestreßt und dann:

Strand gesperrt!

Ach, stimmt ja. Da war doch was.

Nämlich ziemlich viel Aufregung in den letzten Wochen. Der See ist ja ein aufgefüllter Tagebau. Und der daneben auch. Und der daneben auch. Und… na immer so weiter. Beim Auffüllen des Markkleeberger sowie des Störmthaler Sees, der mit dem Markkleeberger per Schleuse verbunden ist, ging es anscheinend etwas schnell und so wurde beim Bau der Schleuse der Untergrund bzw. die Böschung nicht genügend befestigt. Vielleicht sind es auch nur übliche geotechnische Veränderungen, wie von den Zuständigen vermutet. Wie auch immer: die Böschung ist ins Rutschen gekommen, es zeigen sich Risse und eventuell ist auch das Fundament der Schleuse betroffen. Da der Störmthaler See vier Meter über dem Spiegel des Markkleeberg Sees liegt, könnte ein Nichtstandhalten der Schleuse zu einer oder mehreren mächtigen Flutwellen führen, dann steht bis nach Leipzig hinein eine ganze Menge Land unter Wasser. Hui! In weiser Vorraussicht wurde uns im uns monatlich zugehenden Markkleeberger Stadtjournal noch einmal erklärt, wie der Katastrophenwarnton klingt. Hier gibt es mehr zur Situation zu lesen für diejenigen, die möchten.

Für uns bedeutet das im Moment, dass der See gesperrt ist bis Ende Mai. Also kein Baden. Aber hej – es wird ja eh‘ nicht warm. 🙂 Aber am Strand spielen geht eben auch nicht und das passte sehr zu diesem leicht verkorksten Vormittag.

Menschenleere Promenade.

Null Andrang beim Fisch.

Eingesperrte Blümchen.

Die dicken Spatzen haben ihre Ruhe.

Und die Kinder hatten natürlich trotzdem ihren Spaß.

Das Picknick gab es dann eben doch wieder auf dem Spielplatz, schmeckt ja überall.

Mehr April (und eindeutig mehr blauen Himmel) gibt es wie immer bei Eva zu sehen.

Ich hänge jetzt einfach mal meine dicke Jacke in den Schrank. Vielleicht hilft das ja dem Frühling auf die Sprünge.

Der Mai ist (schließlich) gekommen…

Guten Appetit!

Wir haben nach dem Aprilwetter par excellence die erste Sonne genutzt (was schon ein paar Tage her ist) und auf vielfachen Wunsch des Nachwuchses das Mittagessen ins Freie verlegt. Dort war es dann gleich so knalleheiß, dass wir uns in unsere Außenküche zurückgezogen haben. Das ist natürlich recht euphemistisch ausgedrückt.. Von Küche keine Spur, der Tisch stand halbschief auf dem unebenen Boden und war überhaupt nur eine Platte auf zwei Böcken. Aber hej.. man kann wieder draußen essen!

Danach sank die Temperatur aber auch erstmal wieder auf gemütliche fünf bis acht Grad. Frühling… *brrr*.

Liebe Grüße,

Dörte

12tel Blick im März.

Es ist ja nicht so, dass andauernder Lockdown zu Langeweile und Zeitrumschlagen führt, nö. So ist schon wieder Mitte April und ich bin wieder einen halben Monat zu spät dran. Diese Einleitung kann ich mir wohl künftig sparen. Leider ging auch der März so schnell um, dass ich es vor lauter Umgehen verpaßte, meinen zweiten Blick zu fotografieren, ärgerlich. So also nur ein Standort heute. Der war aber besonders, was auf den Fotos leider nur halb rüberkommt.

Eigentlich wollten wir nur ein Ründchen spazieren gehen zum frühen Abend mit Töchterchen, Nachbarstöchterchen und Hundedame. Das Wetter war schon den ganzen Tag seltsam und gefühlt braute sich ein Sturm zusammen, eine ganz aufgeladene Stimmung und gelbes Licht. Und dann der See: bäm! Grün! Karibik! Natürlich hatte ich keinen Fotoapparat dabei. Ich zwinge mich regelmäßig, ihn auch mal zu Hause zu lassen, um so schön ganz im Moment zu sein, statt den Moment durch eine Linse einzufangen… Ich bereue es jedes Mal bitter. 😉 Diesmal war es jedoch besonders bitter für das große Töchting, welches ich per Mobiltelefon vom gemütlichen Heim zum See beorderte mit meiner Kamera im Gepäck. Und der gehorsame Nachwuchs eilte stante pede zur Frau Mama, brav! 🙂

Zum Dank durfte sie dann auf die Kleinen aufpassen, während ich die Fotos schoß. Die leider das schöne Grün (trotz Bearbeitung 😉 ) nur annähernd widerspiegeln. Aber als Dreingabe gibt’s jetzt noch ein bißchen Himmel und Sonnenuntergang.

Seht ihr sie fliegen?
Leuchtboje im Himmelsgrau

Auf dem Weg nach Hause kamen wir – natürlich wie immer auf dieser Strecke – an der Gärtnerei vorbei (die da heißt: „Blumenfreund“, Inh. Feindt. Lustig.). Dort gab der Himmel nochmal alles:

Bizzel, bizzel, was für eine Luft. Der Sturm blieb allerdings an diesem Tag aus.

Mehr März hier bei Eva.

Bis ganz bald,

dörte

12tel Blick im Februar 2021

Es hat geschneit! Nun, das ist wohl für niemanden eine Überraschung, hat es doch auch in entlegensten, schneeunverwöhntesten Gegenden in diesem Winter zumindest ein paar Tage lang tüchtig geschneit. Wir hatten tatsächlich mehrere Schneewellen und dann Anfang, Mitte Februar die längste, über eine Woche, hallelujah!! Wir haben die Zeit auch tüchtig ausgenutzt mit Schlitten, Poporutschern, Skiern und Schlittschuhen. Was sich so alles noch anfindet und hoffnungsvoll Jahr für Jahr auf dem Dachboden vor sich hindämmert… 🙂

Schnee am Markkleeberger See
Schnee am Markkleeberger See

Da der Strand zum See etwas abschüssig ist, wurde jede noch so kleine Abfahrt für eine kleine Rodelpartie ausgenützt. Ein paar Tage später sah die Wasserfläche dann so aus:

Leider ist er nicht komplett zugefroren, dieser Traum hätte noch ein paar eisige Tage mehr gebraucht. Aber die Kinderbadestelle war komplett vereist und diente als Schlittenabfahrtsauslaufbereich.

Auch der zweite Blick war natürlich Winterwonderland (naja low-level…).

Im Abendlicht. Akuter Energieabfall beim großen Kind. Das kleine ist unermüdlich.

Und auch hier noch einmal ein paar Tage später. Vertikal- gegen Horizontalwolke. Und feinstes Wetter Tag für Tag für Tag…

Mehr Februar wie immer bei der lieben Eva.

Genießt noch die kalte Luft, bevor der Frühling endgültig den Sieg davon trägt! Es zwitschert allerorten.

Piep!

12tel Blick im Januar 2021

Mein Standort für dieses Jahr ist nun nicht mehr auf dem Hof, sondern am See, der fußläufig etwa fünf Minuten von uns entfernt ist. Was da so schön dampft im Hintergrund, ist unsere Wolkenfabrik. Weniger poetisch ausgedrückt – unser Braunkohlekraftwerk Lippendorf südlich von Leipzig und vom Markkleeberger See.

Braunkohleabbau hat/te Tradition in der Gegend und die Grube, die wir jetzt See nennen, sollte mal bis in die Innenstadt von Leipzig ausgebaggert werden… Viele Gruben sind mittlerweile still gelegt und in den letzten Jahren und Jahrzehnten geflutet worden. Es entstehen schöne Seen mit noch wachsender Natur. DAS Naherholungsgebiet im Süden von Leipzig. Markkleeberg hat gleich zwei Seen – den Markkleeberger, also „unseren“ 😉 und den Cospudener in West-Markkleeberg.

Mittlerweile ist der Markkleeberger See ein Hotspot im Sommer, für uns „Einheimische“ geradezu anstrengend überlaufen. Aber schön ist es trotzdem und jetzt im Winter war es noch einmal besonders schön. So oft wie in unserer zauberhaften Schneewoche war ich das ganze Jahr über nicht am Hauptstrand. Ich werde demnächst noch ein paar märchenhafte Winterfotos hochladen.

Wie auch viele andere Teilnehmer habe ich mich in diesem Jahr für zwei Standorte entschieden, die sich bei mir allerdings gewissermaßen ähneln – Entscheidungsschwierigkeiten… Obiges Foto ist westlich vom Hauptstrand, der hinter diesem Zaun liegt (im Bild links). Dieser Zaun ist ein kleines Rätsel. Der Strand ist umfriedet mit einem häßlichen Gitterzaun, aber nicht etwa kostenpflichtig. Man kann, wenn man nicht den Hauptweg nimmt, den Zaun einfach durchs Wasser watend umrunden.

Bild No. 2 zeigt den Platz östlich vom Haupstrand, zu dem es im Bild rechts einen kleinen Hang hinunter geht. Der Platz ist der Auftakt der Seepromenade mit Restaurants und luxuriösen neuen Einfamilienhäusern mit Blick auf See. (Die alten Häuser hinter der Uferpromenade haben jahrzehntelange Auge in Auge mit der Grube gelebt, nur um jetzt den Blick auf den See verbaut zu bekommen. Bitter.). Hier auf dem Platz findet auch das Fischerfest und noch dies und das statt, wenn denn in diesem Jahr wieder irgendetwas stattfinden darf.

Dies sind also meine zwei Blicke. Egal, wo am See man sich befindet, auf die Wolkenfabrik hat man immer ganz gute Sicht.

Ich werde das Jahr nutzen, noch den ein oder anderen Seeblick hier einzustellen, davon gibt es einige beeindruckende.

Zum Abschluß die dicken Spatzen. Auf dem Weg zum See gibt es einige Sträucher mit riesigen Spatzenkolonien, das piept und tschilpt und zwitschert, wie das schon lange kein menschengemachter Chor mehr machen durfte. Herrlich!

Mehr Januar findet ihr bei Eva.

Und den nächsten Blick gibt es ja auch schon bald.

Herzlichst,

Eure Pleißen