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12tel Blick im April 2021

Und hier kommt schon gleich der nächste 12tel Blick. Ein durch und durch aprilliger April liegt hinter uns. Von allem ein Wetterchen, im Sekundentakt sozusagen, aber vor allem auch viel Grau, Grau, Grau… Brrr… Na vielleicht können wir ja im Juni endlich mal die Wollmützen zuhause lassen.

Jetzt sieht es endgültig so aus, als würde die Wolkenfabrik die ganzen Wolken fabrizieren. 🙂

Die Fotos an den zwei Standorten sind von unterschiedlichen Tagen, das obige von Mitte April, die folgenden vom letzten Apriltag, als mir auffiel, dass mal wieder der zweite Standort fehlt. Der liegt einfach nicht auf unserer üblichen Runde, sondern erfordert einen Schlenker, der in der Kürze der Zeit, die uns vormittags bleibt, immer viiiiel zu weit erscheint. So landen wir am Ende meist auf dem Spielplatz, der neben obigem Standort liegt (und leider nicht besonders schön ist, schade drum. Wer denkt sich bloß solche Spielplätze aus…)

Aber hej: Freitag, 30. April, auf zu Standort No. Zwei! Auf zum Strand! Zwei Rasselbandenkinder eingepackt samt Picknick und Gepäck, schon völlig verschwitzt und gestreßt und dann:

Strand gesperrt!

Ach, stimmt ja. Da war doch was.

Nämlich ziemlich viel Aufregung in den letzten Wochen. Der See ist ja ein aufgefüllter Tagebau. Und der daneben auch. Und der daneben auch. Und… na immer so weiter. Beim Auffüllen des Markkleeberger sowie des Störmthaler Sees, der mit dem Markkleeberger per Schleuse verbunden ist, ging es anscheinend etwas schnell und so wurde beim Bau der Schleuse der Untergrund bzw. die Böschung nicht genügend befestigt. Vielleicht sind es auch nur übliche geotechnische Veränderungen, wie von den Zuständigen vermutet. Wie auch immer: die Böschung ist ins Rutschen gekommen, es zeigen sich Risse und eventuell ist auch das Fundament der Schleuse betroffen. Da der Störmthaler See vier Meter über dem Spiegel des Markkleeberg Sees liegt, könnte ein Nichtstandhalten der Schleuse zu einer oder mehreren mächtigen Flutwellen führen, dann steht bis nach Leipzig hinein eine ganze Menge Land unter Wasser. Hui! In weiser Vorraussicht wurde uns im uns monatlich zugehenden Markkleeberger Stadtjournal noch einmal erklärt, wie der Katastrophenwarnton klingt. Hier gibt es mehr zur Situation zu lesen für diejenigen, die möchten.

Für uns bedeutet das im Moment, dass der See gesperrt ist bis Ende Mai. Also kein Baden. Aber hej – es wird ja eh‘ nicht warm. 🙂 Aber am Strand spielen geht eben auch nicht und das passte sehr zu diesem leicht verkorksten Vormittag.

Menschenleere Promenade.

Null Andrang beim Fisch.

Eingesperrte Blümchen.

Die dicken Spatzen haben ihre Ruhe.

Und die Kinder hatten natürlich trotzdem ihren Spaß.

Das Picknick gab es dann eben doch wieder auf dem Spielplatz, schmeckt ja überall.

Mehr April (und eindeutig mehr blauen Himmel) gibt es wie immer bei Eva zu sehen.

Ich hänge jetzt einfach mal meine dicke Jacke in den Schrank. Vielleicht hilft das ja dem Frühling auf die Sprünge.

Der Mai ist (schließlich) gekommen…

12tel Blick im September

Ein alter neuer Trend, gesetzt auf dem Pleißenhof und schon rübergeschwappt in die diversen Schulen: Diabolo! Dem einen eingezogenen Exemplar folgten rasch in jeder Familie des Hofes mindestens eines dazu und nun jonglieren alle um die Wette. Mittlerweile sogar auf dem Einrad. Irgendwann machen wir einen Zirkus auf.

Empfehlenswert ist es nur hin und wieder, einen Sturzhelm zu tragen, denn noch werden nicht alle der Geschosse aus vier bis gefühlt zehn Metern Höhe auch wieder aufgefangen. Vorsicht!

Die Diabolo-Begeisterung kennt jedenfalls keine Altersgrenze nach unten.

Nur die Schnüre sind noch etwas lang im Verhältnis zu den Armen…

Mehr Bilder vom Ende des Sommers findet ihr wie immer bei Eva.

Und nun fleißig üben!

Die Pleißen

12tel Blick im Juni. Nachgereicht.

Hier war wieder ordentlich was los. Ich weiß nicht, wie das Spiel heißt, aber wir haben es früher auf jeden Fall auch schon gespielt.

Es ist Nachmittagszeit, Abholzeit aus Schule und Kindergarten, aber ein größerer Teil der Kinder ist ja sowieso nach wie vor nahezu ständig da mit vielleicht zwei Schultagen in der Woche. Die großen Spielerunden sind jedoch anderen Aktivitäten gewichen. Deswegen war es schön zu sehen, wie sie sich hier mal wieder in größerer Runde zusammengefunden haben, um gemeinsam zu spielen.

Jeder hat seinen Kreidekreis und versucht, mit einem zu werfenden Stöckchen den Kreis der anderen zu beschneiden und mit gut gezielten Abwehrtritten Richtung Stöckchen, seinen eigenen Kreis zu erweitern oder zumindest zu verteidigen. Dabei können die lustigsten Figuren entstehen, sowohl auf dem Boden als auch in der Luft.

Der Hund spielt wie immer sein eigenes Spiel. Nur spielt mal wieder keiner mit und rein durch Gedankenkraft scheint sich der Ball auch nicht zu bewegen. Traurig.

Oben und unten noch ein paar Bilder voller Körpereinsatz. Draufklicken!

Sport frei!

Hier mehr Juni bei Eva!

Und sonst noch so im April!? Ostern zum Beispiel

Also erstmal Eier färben po-sorbski.

Jahrelang erprobt, nur fehlte uns dieses Mal unsere Oberfärberin, die in diesem Jahr aufgrund der derzeitigen Lage nicht aus Thüringen nach Sachsen einreisen durfte. So mußten wir es also ganz alleine machen und wir haben uns doch ganz gut geschlagen, oder?! Es gibt Punkte 😉

Und dann Ostersamstag. Über uns strahlend blauer Himmel. Dauerhaft.
Und schneeweiße Blüten. Leider nicht so lange.

Vor uns brutzeln ein Feuer und der Grill. Wir treiben den Hunger und die Dunkelheit aus, es werde Licht und neues Leben. Nur einer muß gehen:

Tschüssi, Weihnachtsbaum!

Und am nächsten Tag war Ostern. Und tatsächlich kam der Osterhase, trotz Corona und aller Grenzkontrollen.

EIn Ostergruß aus dem Schulsekretariat. Da wird noch gearbeitet.

So konnten wir also auf die Suche gehen auf der großen Obstbaumwiese.

Der Osterhase war kreativ: oben, unten, in allen möglichen Ritzen. Aber wir waren natürlich genauso kreativ und vor allem ausdauernd und durchstöberten jede Ecke, jedes Loch.

Als dann endlich alle Körbchen voll und vielleicht auch alle Eier gefunden waren, machten wir uns daran, die gewaltige Festtafel vorzubereiten.

Was es da alles zu schmausen gab, das hat für den ganzen restlichen Tag gereicht. Der bestand dann auch vor allem aus Essen, ein bißchen Spielen und ziemlich viel Herumfläzen.

Nebenan wurde auch gemampft.
Jammi!

Alles aufgefuttert. Weihnachten kann kommen!

😉

12tel Blick im März. Trubel statt Stille

Mitte März. Die Schule hat gerade die Pforten dicht gemacht. Die Sonne scheint und alle sind völlig ausgelassen. Oder verrückt. Oder in diesem Zustand zwischen: „Hä?“ und „Das ist doch alles nicht wahr“ und natürlich „Jippieh schulfrei“.

Wie praktisch an dieser Stelle, dass auch mein diesjähriger Blick ein Hofblick ist. Ich muß gar nicht raus, jippieh!! Tatsächlich läßt es sich hier drin auch ganz gut aushalten. Allerdings haben halten wir die Regeln auch etwas lockerer. (So haben wir (so gut wie) keinen Kontakt nach außen, aber auf dem Hof dürfen die Kinder miteinander spielen und die Erwachsenen Kaffee trinken.

Jippieh schulfrei war übrigens gar nicht so lange, denn schon bald ploppte erstes Bedauern darüber auf, dass keine Schule stattfindet. Man höre und staune.


Mittlerweile hat sich das Leben out of order allerdings ganz gut eingespielt. So gut, dass ich mich frage, wie es jemals wieder anders werden kann …

Vormittags geht jeder seinen (Haus)Aufgaben nach und davon gibt es jede Menge. Dann Mittagsruhe. Und nachmittags kommen alle aus ihren Löchern und es wird wild getobt, gespielt, gesucht, abgeschlagen, getanzt, gerannt, gehüpft und natürlich hin und wieder gemeckert. 😉

Für alle, die schon Angst haben, dass unser Sommerfest mit 2m Abstand gefeiert werden muß, sei hiermit zeitnah angekündigt, dass wir es dieses Jahr erstmalig hinter die Sommerferien verschieben. Das hatten wir aufgrund terminlicher Überladung vor den Ferien sowieso schon geplant, als hätten wir’s geahnt…

Hier gibt es weitere 12telBlicke.

Wir wünschen Euch eine gute Zeit! Bleibt gesund!

Die Pleißen.

12tel Blick im September. Immer noch alles grün und sonnig.

Rar gemacht nach einem Sommer weit weg und vielen seltsamen Sachen, wenig fein, die in den letzten Wochen passiert sind. Dazu ein immer noch schlechter Computer und keine Lust, mich damit rumzuquälen. Wenn man eine Stunde davor sitzend, mit Häkelnadeln bewaffnet, um sich die Zeit zu vertreiben, einen weißen Bildschirm anstarrt, der sich irgendwann erbarmt und zu einem Internetbrowser wird, weißte Bescheid… ts.

Aber immerhin habe ich im September fotografiert und auch im Juli noch kurz vor dem Urlaub. Das zeige ich noch fix mit, sobald ich es wiedergefunden habe. Im August waren die Tage einfach schneller als ich und ich hab‘ es grad so verpaßt. Wird also wieder nix mit 12 Monaten 12tel-Blick, aber ich war ja eh‘ schon raus…

Traditionell gelobe ich an dieser Stelle Besserung…

Nun aber September. Und das gleich zweimal. Heyhey!!

Einmal so Mitte September zum Arbeitseinsatz, der leider außerhalb des Bildrahmens statt fand. Nur die Kinder sind zu sehen, wie sie vor allem um die lustige Wasserbahn herumstehen (was von hier aus nur zu erahnen ist) oder wild auf dem Hof herumhüpfen. Das mit dem (Mit)Arbeitsmodus klappt bisher nur leidlich…

Und Numero 2 am letzten Septembertag. Vor dem Fenster ist alles tüchtig zugewachsen, wie man an dem leichten Vorhang erkennt. Auf dem Hof fand aber nicht viel Veränderung statt, alle Baustellen noch da. Nur der Liegestuhl steht jetzt auf der Baumplattform.

Mehr – und regelmäßigere – 12telBlicke gibt es hier zu bestaunen.

So wünsche ich denn einen schönen Herbst!


Turtle Rescue – Eine Schildkrötenausstellung in der Scheune

In unserer Scheune wird eifrig gewerkelt, gebastelt, geleuchtet, gehängt, gelacht, gestaunt, gebaut…

Es geht um Schildkröten. Genauer um Wasserschildkröten und ihr Leben, ihren Lebensweg, um die Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, um das menschliche Mitwirken an diesen, um ihre Aussichten. Eine unserer jungen HofbewohnerInnen ist seit zwei Wochen unentwegt damit beschäftigt, eine wunderbare Ausstellung auf die Beine zu stellen. So gibt es hier jetzt viel zu erfahren, zu lernen, zu lesen und auch zu gucken (Kino mit Popcorn!). Und ein paar Häppchen gibt es gegen kleine Spende auch.

Ganz am Ende steht dann das große, jetzt noch leere Spendenglas. Wir sammeln für eine Schildkrötenrettungsstation im fernen Guatemala, die sich diesem wundervollen Tier und seinem Überleben verschrieben hat und dankbar ist für jede Unterstützung, die sie bekommen kann.

So laden wir also ein zur Ausstellungseröffnung am

Freitag, den 6. September

ab 14.30

Für diejenigen, die es am Freitag nicht schaffen, die aber trotzdem gerne schauen (und spenden 🙂 ) möchten, finden wir sicherlich eine spätere Gelegenheit. Meldet euch gerne bei uns!!


Nachtrag 2: 12tel Blick im März.

Im Hintergrund ist die Linde nun weg. Stattdessen ist das Fenster im Erdgeschoß der Malzdarre zu sehen.

Am Tag der Aufnahme war mehr los auf dem Hof, als es hier scheint. Zur Zeit machen wir fast monatlich einen Arbeitseinsatz. Hier sind allerdings warum auch immer gerade nur die Kinder zu sehen, die allerdings auch sehr fleißig bei der Sache waren. Die Großen waren wahrscheinlich schon wieder beim Kaffeetrinken 😉

Noch ist alles Grau, aber kurz darauf explodierte das Grün nahezu.

Frohe Weihnachten!

Der Heilige Abend ist bereits der Weihnachtsnacht gewichen. Wir haben – in Teilen – schön zusammen gefeiert, Plätzchen verspeist, dem sehr kreativen Kindertheater Tränen lachend beigewohnt und schließlich mit einem selbstgebrauten Eierlikörchen auf das hoffentlich für alle schöne Fest angestoßen.

Die erste Bescherung erfolgte bereits in der Frühe und wurde umgehend verspeist.

Sofort ausgenützt, dass der Baum umgekippt ist.

Meerschweinchen Weihnachten

Es geht rabiat zu..

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Meerschweinchen Weihnachten

Unsere Bäume stehen Gott sei Dank noch alle. Nein, einer hängt doch tatsächlich von der Decke.

Einer der schönsten Momente im viel zu schnell verflogenen Advent war das gemeinsame Singen am Feuer zum 3. Advent. Wenn man da zufällig Geburtstag hat, kann es doch tatsächlich gelingen, die gesamte Hofbewohnerschaft zusammenzutrommeln und gemeinsam Weihnachtslieder zu singen. Sehr weihnachtlich gab es dazu blecheweise Pizza, Kuchen und Glühwein. Es war ganz und gar wunderbar!

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Und ein minibißchen geschneit hat es an diesem Tag tatsächlich auch.

Es schneit. Ehrlich!

Es schneit. Ehrlich!

Weiße Weihnachten sind es aber natürlich leider wieder nicht geworden. Da wundert es nicht, dass uns der Weihnachtsmann heute nach dem Kirchgang zu Fuß begegnete, statt mit Rentieren und Schlitten. Geschafft hat er seine Runde trotzdem, so dass alle Kinderaugen auf dem Hof erst ganz groß und schließlich ganz klein wurden, bis ihre Besitzer endlich in einen tiefen Schlaf gefallen sind und es jetzt allerorten um mich herum friedlich schlummert und fröhlich schnorchelt.

Gute Nacht und schöne Feiertage!

dörte für die Pleißen.